Endlager Mensch - auch Sie sind vergiftet

Ursachen, Diagnose und Therapie

Information zum Buch, Autor: Wolfgang Prawda


Untersuchungen der Behörden ebenso wie privater Testinstitute zeigen, dass nahezu alle Lebensmittel mit Pestiziden oder anderen Schadstoffen belastet sind. Der Mensch am Ende der Nahrungskette – Endlager für mit der Nahrung aufgenommene Umweltgifte?

Die schleichende Vergiftung des Körpers, die sich bei den Chemikalien im Nabelschnurblut und den Umweltgiften in der Nahrung zeigt, wird nicht aufzuhalten sein, solange nicht ein radikales Umdenken erfolgt. Aufgrund dieser Einflüsse zeigen sich heutzutage viele chronische Erkrankungen auch schon bei Kindern. Unser Immunsystem ist der Aufgabe nicht mehr gewachsen, das Endlager Mensch gesund zu erhalten.

Laut Richard Fuller vom Blacksmith Institut macht die weltweite Umweltverschmutzung bis zu 1.000.000.000 Menschen krank. Die WHO schätzt, dass weltweit ca. 13 Millionen Todesfälle jährlich auf vermeidbare gefährliche Umwelteinflüsse zurückzuführen sind. Zum Vergleich: Es gibt weltweit jährlich

  • ca. 2,6 Mio. Todesfälle durch Herz- u. Gefäßkrankheiten,
  • 1,5 Millionen durch Erkrankungen der unteren Atemwege,
  • 470 000 durch Verkehrsunfälle.

Das bedeutet: Todesursache Nr. 1 ist heutzutage weltweit die Umweltverschmutzung!

Glaubt man unseren europäischen Politikern, so können wir uns in Europa sicher fühlen, denn bei uns gibt es einen funktionierenden Umweltschutz. Der WWF hat im Juni 2004 Umwelt- und Gesundheitsminister aus 13 EU-Staaten auf eine Belastung mit Umweltschadstoffen getestet. Es wurden insgesamt 55 Chemikalien gefunden; die durchschnittliche Belastung betrug 37 Chemikalien. 25 Substanzen wurden im Blut aller untersuchten Minister gefunden!

So kommt der Kampagnenleiter, Karl Wagner, zu dem Ergebnis: „Unsere Testergebnisse zeigen, dass kein Europäer Anlass zu „ruhig Blut“ hat. Die Minister sind alle mit Chemikalien belastet, die beispielsweise unter starkem Verdacht stehen, krebserregend zu sein, das Hormonsystem zu stören oder die Gehirnentwicklung der Nachkommen zu beeinträchtigen.“

Das SCINEXX-Wissensmagazin vom Sonntag, dem 29.11.2009, berichtet über eine aktuelle Untersuchung des WWF, bei der im Blut von EU-Abgeordneten ein Giftcocktail von 76 verschiedenen Chemikalien nachgewiesen wurde. Untersucht wurden das Vorkommen und die Konzentration von 101 synthetischen Chemikalien. Zitiert wird die Reaktion der Abgeordneten Hiltrud Breyer (Bündnis 90/Die Grünen): „Die Analyseergebnisse bei den Probanden sind mehr als alarmierend. Für mich ist es auch kein Trost, dass ich mit den bei mir gefundenen 37 von 76 untersuchten Chemikalien noch relativ „gut“ abschneide. Mein Testergebnis zeigt im Gegenteil, dass ich trotz bewusster Lebensführung dem Chemierisiko nicht ausweichen kann.“

Selbst Umwelt- und Gesundheitsminister und Grünen-Politiker in der EU, die sicherlich ein bewusst gesundes Leben führen, können eine Belastung mit Giftstoffen nicht vermeiden, und das bei vergleichsweise gut funktionierendem Umweltschutz?! Wie ist das möglich? Die Europäische Umweltagentur EEA stellt in ihrem Lagebericht vom 10.10.2007 fest, dass die Luftverschmutzung, vor allem durch Feinstaub und Ozon, die durchschnittliche
Lebenserwartung in West- und Mitteleuropa um fast ein Jahr verkürzt und die gesunde Entwicklung von Kindern beeinträchtigt. Nach Schätzungen des EU-Programms „Saubere Luft für Europa“ ist die Feinstaubbelastung jedes Jahr für 348.000 vorzeitige Todesfälle verantwortlich.

Feinstäube sind extrem kleine Staubpartikel, die über den Kehlkopf hinaus bis in die Lunge gelangen können und daher besonders gesundheitsschädlich sind. Sie können mit der Luft über weite Strecken transportiert werden.
Die meisten Feinstäube stammen aus Schornsteinen von Industrieanlagen und Kraftwerken, dem Auspuff von Dieselmotoren und den Heizanlagen von Haushalten. Zusätzlich werden beim Straßenverkehr Partikel vom Bremsabrieb, Autoreifen und dem Straßenbelag aufgewirbelt. Die Landwirtschaft trägt mit intensiver Düngerwirtschaft und Tierhaltung ihren Anteil zur Belastung bei.

Um diesen Feinstäuben auszuweichen, müssten wir aufhören zu atmen. Da dies nicht möglich ist, bleibt als Konsequenz auch in Europa: Der Mensch – Endlager für F einstäube!



Für die Erzeugung von Lebensmitteln ist die Menschheit vollständig vom Boden abhängig. Ohne Boden keine Pflanzen, ohne Pflanzen keine Tiere – und letztlich: keine Menschen. Außerdem dient er als Filter für das Grundwasser und als Rohstoffquelle – gute Gründe, den Boden zu schützen.

Die Industrialisierung, insbesondere im Bereich der Schwerindustrie hat dazu geführt, dass weite Flächen mit Schwermetallen und Industriechemikalien kontaminiert sind. Ins Bewusstsein der Öffentlichkeit dringt dies oft nur bei spektakulären
Unfällen oder bei Berichten darüber, dass Baugenehmigungen erst erteilt werden können, wenn der belastete Boden eines ehemaligen Industriebetriebs abgetragen und entsorgt worden ist.

In der modernen Landwirtschaft werden zur Ertragssteigerung viele verschiedene Giftstoffe genutzt, die bei ihrer Aufbringung auch in die Böden gelangen. Zusätzlich trägt die moderne Abfallverwertung zur Bodenbelastung bei, indem z.B. Klärschlamm als Düngemittel verwendet wird. Da die Pflanzen ihre Nährstoffe aus dem Boden ziehen, nehmen sie auch Schadstoffe mit auf.

So gelangen diese direkt oder indirekt über die für Tierfutter verwendeten Pflanzen in unsere Nahrungskette: Der Mensch – Endlager für Schwermetalle, Pestizide und Industriechemikalien!

In unseren Binnengewässern finden sich nach wie vor Pestizide und Düngemittel, Industriechemikalien und Schwermetalle, in letzter Zeit zunehmend auch Rückstände von Medikamenten. In der EU sind ca. 3000 verschiedene Wirkstoffe in Gebrauch; in Deutschland werden davon ca. 6500 Tonnen pro Jahr verkauft. Zusätzlich werden Nutztiere von Tierärzten mit weiteren ca. 2500 Tonnen Pharmaka versorgt, wobei die Wirkstoffe, die im bei der intensiven Tierhaltung genutzten Tierfutter enthalten sind, noch nicht mitgerechnet sind.

Schätzungen zufolge wird 1/5 dieser Medikamente überhaupt nicht eingenommen. Es werden also ca. 1300 Tonnen Medikamentenwirkstoffe ungenutzt „entsorgt“. Viele davon landen im Hausmüll oder werden einfach durch die Toilette gespült. Doch auch nach der Einnahme sind die Wirkstoffe nicht einfach verschwunden, denn bis zu 95 % der eingenommenen Wirkstoffe werden vom Patienten wieder ausgeschieden.

Die Wasserwerke versichern uns, dass sie sauberes und gesundes Trinkwasser liefern. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass unser Trinkwasser mit den besten technischen Mitteln gefiltert und gereinigt wird: das Wasser muss auch in Rohrleitungen transportiert werden. Es ist bekannt, dass es bei Verwendung von Bleirohren, verzinkten Stahlrohren und den in vielen Mischbatterien verwendeten Messinglegierungen zu erhöhten Bleiwerten im Trinkwasser kommen kann, bei Kupferleitungen zu erhöhten Kupferwerten, und aus PVC-Rohren kann das toxische Dibutylzinn (DBT) in unser Trinkwasser gelangen. Wir trinken kontaminiertes Wasser, kochen und duschen mit kontaminiertem Wasser – auch in Europa.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass wir auch in Europa den Umweltgiften nicht ausweichen können. Sie finden sich in der Luft, im Boden, in den Binnengewässern und Ozeanen. Wir nehmen sie mit unserer Nahrung und mit unserem Trinkwasser auf, haben mit ihnen Kontakt in Beruf und Freizeit, im Straßenverkehr und bei sportlichen Aktivitäten. Eine wirksame Therapie vieler chronischer Erkrankungen ist nur möglich, indem die Schadstoffe soweit wie möglich mit einer effektiven Ausleitung wieder aus dem Körper entfernt werden. Eine solche „Körperreinigung von innen“ empfiehlt sich in regelmäßigen Abständen auch zur Vorbeugung.

„Wenn die Bienen vom Globus verschwinden, hat die Menschheit nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen, keine Befruchtung, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen.“

(Albert Einstein)


Vor diesem Hintergrund sind Meldungen über das in letzter Zeit zu beobachtende weltweite Bienensterben besonders erschreckend:
In den USA, Europa, dem Mittleren Osten und Japan berichten Imker über Verluste von bis zu 85 % der Kolonien. Als mögliche Ursachen für das massive Bienensterben werden genannt:

  • die Varroa-Milbe, ein aus Asien eingeschleppter Bienenschädling,
  • in verlassenen Bienenstöcken angesiedelte Viren oder Pilze,
  • gentechnisch veränderte Pflanzen,
  • Mobilfunkstrahlen, die den Orientierungssinn stören,
  • die Aufnahme von Pestiziden.

Abgesehen von den Folgen der fehlenden Bestäubung vieler Kulturpflanzen für die Ernährung des Menschen stellt sich auch die Frage, ob der menschliche Körper die Umwelteinflüsse neutralisieren kann, denen die Bienen zum Opfer fallen. Oder wird Albert Einstein Recht behalten: Erst die Biene – dann der Mensch?